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Bilderwechsel

mit

Arbeitskreissitzung 

05.12.2019

11:00 Uhr

Hirtendeel

Am Sportplatz 2

24640 Schmalfeld

 

 

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Dorothea Hornung
an.

Heimatmaler Erich Prohn

Erich Prohn - gezeichnet von Claus Koch
Erich Prohn - gezeichnet von Claus Koch
 Ein Text von Erich Prohn, den er 1996 geschrieben hat:
 
„Wohlauf in Gottes schöne Welt . . . „
 
Wie oft und wie gern habe ich dieses schöne Volkslied in meinen jungen „Landstreicher“ – Jahren gesungen!
Und dabei sah ich das weite Land und hörte den Glockenklang. Jetzt taugt meine Stimme nicht mehr zu solcher Freudendemonstration aber das Auge genießt unvermindert, ja, wohl noch geschärft, die Schönheit, die uns diese Welt auch heute noch beschert.
Ich wandre mit dem Sonnenschein und an meinem Wege fließt der Bach!
So wird meine Wanderjugendzeit immer weiter leben und beflügelt mich, meine ungebrochenen Eindrücke auf dem Papier festzuhalten.
 
Beschwingt könnte ich eine Menge darüber schreiben. Es käme auch so manche „Räubergeschichte“ dabei heraus. Aber viel lieber erzähle ich in meinen Bildern, was sich mir so alles auf meinen Wegen bei Wind und Sonnenschein offenbart:
Kennst Du die Farben des Himmels? Nicht nur der Regenbogen ist in der Farbwirkung intensiv und „treublau“ ist der Himmel beileibe nicht immer. Oft zeigt er einen Farbumfang, der dem des Regenbogens in nichts nachsteht.
 
Eine bunte Wiesenlandschaft, zum Beispiel, hat bei jeder Tageszeit eine andere, fast gegensätzliche Farbskala. Ein schlichter Feldweg, ein verwachsener Knick, eine alte Baumreihe, alles atmet Leben, das sich mir überträgt.
Das alles sehe und erlebe ich und bringe es gleich hier und jetzt zu Papier. Gottes Welt ist zu jeder Tages- und Jahreszeit schön, ob sonnenglänzend oder mystisch verklärt.
Du musst es sehen und erleben!
Verweile doch bei einem Spaziergang, einer Wanderung. Bleib stehen! Sieh dich um! Dann siehst du, wie eigenwillig die Eiche ihre Zweige reckt, du siehst, wie viele verschiedene Grüntöne und andere Farbvarianten die Natur uns schenkt.
Wenn du deine Augen zu Sehschlitzen zusammenkneifst, erkennst du die flächigen Unterschiede besonders gut.
Forme einmal aus Daumen und Zeigefinger ein „Sehrohr“ und gönne der Landschaft einen Augenblick.
Dann siehst du, was der Maler sieht. Du schulst deinen Blick. Du spürst die Genussfähigkeit deiner Augen und deines Herzens und erlebst Gottes schöne Welt.
Diese Welt habe ich in meinen Bildern eingefangen. Darin sehe ich das Ziel meines künstlerischen Schaffens: Erlebte Heimat und „Kein schöner Land“!
Erich Prohn