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mit

Arbeitskreissitzung 

05.12.2019

11:00 Uhr

Hirtendeel

Am Sportplatz 2

24640 Schmalfeld

 

 

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Bitte schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie unsere Vereinsvorsitzende

Dorothea Hornung
an.

Bild und Poesie

Maiglöckchen Heidi Ziolkowski
Maiglöckchen Heidi Ziolkowski

Forsythienblüte fast vorbei

bald ist er da, der schöne Mai.

Zart weiße Glöckchen läuten fein

die bunte Zeit des Sommers ein.
 

(Helga Eich)

Empfindungen

Herbst ist es
und schon November
und es wird nun langsam kalt.
Regen, Hagel und auch Stürme
ziehen über Feld und Wald.

Blätter fallen von den Bäumen,
 alles wird nun öd` und kahl,
bald kann man schon
am Tage träumen,
die Dunkelheit
lässt keine Wahl.

Aber bald, so im Dezember,
wird es langsam wieder hell,
dann gehen auf, die Adventskalender,
 die Weihnachtssterne
leuchtend grell.
Alles strahlt im hellen Licht,
ein neues Jahr ist schon in
Sicht.


Heidi Ziolkowski

Reiche Ernte  Helga Eich
Reiche Ernte Helga Eich

Herbsttag 

 

Herr: es ist Zeit. Der Sommerwar sehr groß.
Leg Deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

 

 Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

 Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 

Rainer Maria Rilke


... in meinem wilden Herzen Helga Eich
... in meinem wilden Herzen Helga Eich
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu HALTEN, währe das Problem
Denn wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben
Wo ein endlich SEIN in alledem?

Sieh der Tag verlangsamt sich entgegen jenem Raum
der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn und Stehn wird Liegen
und das willig Liegende verschwimmt

Berge ruhn von Sternen aberprächtig
Aber auch in ihnen flimmert Zeit
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit
 
Rainer Maria Rilke
Kontraste 2  Anne Soldat
Kontraste 2 Anne Soldat
Frühlingsahnung

Die Felder liegen weiß;
wohin ich schau'
ins fahle Nebelgrau,
scheint Schnee und Eis.

Doch da – ein Sonnenstrahl
bricht durch den Flor
und zieht den Blick empor
mit einem Mal,

und von der Erden
ringt jung ein Duft
sich durch die Luft:
–will's Frühling werden?

(Richard Dehmel)
Oh Tannenbaum  Helga Eich
Oh Tannenbaum Helga Eich

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind - von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft - rennt froh durch mein Gemüt.

Bald ist es Weihnacht! - Wenn der Christbaum blüht,
dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
uns mild. - Es werden Lieder, Düfte fächeln.
Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
wird dann doch gütig lächeln.

Wenn wir im Traume eines ew'gen Traumes
alle unfeindlich sind - einmal im Jahr!
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

Genau, wie's sein soll, wie es allen einmal war.

(Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Tannenbaum  Heidi Ziolkowski
Tannenbaum Heidi Ziolkowski
Fallobst  Dorothea Hornung
Fallobst Dorothea Hornung
Herbstbild
 
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
 
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
 
Friedrich Hebbel (1813-1863)
Seerosen Elfe  Kirstin Woggon
Seerosen Elfe Kirstin Woggon
Ein Mensch, der sich
die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen,
wird niemals alt!
 
Franz Kafka
Zarte Blüten  Helga Eich
Zarte Blüten Helga Eich
Auch das ist Kunst,

 

ist Gottesgabe,

 

aus ein paar sonnenhellen Tagen,

 

sich so viel Licht ins Herz zu tragen,

 

dass wenn der Sommer längst verweht,

 

das Leuchten immer noch besteht.

 

 

J. W. von Goethe

Frühlingsherz  Helga Eich
Frühlingsherz Helga Eich
Zauberhaft
 
Freundschaft
ist eine
zauberhafte Blüte
im Garten unseres Lebens.
Sie macht
das Schwere leicht,
das Trübe klar
und das Gewöhnliche
wundervoll.

- Jochen Mariss -
Amsterdam  Helga Eich
Amsterdam Helga Eich
Dunkel war alles und Nacht. In der Erde tief die Zwiebel schlief, die braune.
 
Was ist das für ein Gemunkel?
Was ist das für ein Geraune?
Dachte die Zwiebel, plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben und jauchzen und toben?
 
Von Neugier gepackt
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
und um sich geblickt, mit ihrem hübschen Tulpengesicht.
Da hat ihr der Frühling entgegen gelacht.
 
Die Tulpe
Josef Guggenmoos
Winterlandschaft  Heidi Ziolkowski
Winterlandschaft Heidi Ziolkowski
Überall liegt Schnee!
Werden wieder Blumen blühen?
Werden wieder Vögel ziehen?
Überall liegt Schnee!

Helga Eich

Winterzeit  Heidi Ziolkowski
Winterzeit Heidi Ziolkowski

 

Will sehen, was ich weiß,
Vom Büblein auf dem Eis
Späte Fassung 1827

 

Gefroren hat es heuer
Noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
Und spricht zu sich ganz leis:
Ich will es einmal wagen,
Das Eis, es muss doch tragen. -
Wer weiß?

 

Das Büblein stapft und hacket
Mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
Und krach! schon bricht's hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt,
Als wie ein Krebs und zappelt
Mit Arm und Bein.

 

O helft, ich muss versinken
In lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
Im tiefen, tiefen See!
Wär nicht ein Mann gekommen,
Der sich ein Herz genommen,
O weh!

Der packt es bei dem Schopfe
Und zieht es dann heraus.
Vom Fuße bis zum Kopfe

Wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
Der Vater hat’s geklopfet
Zu Haus.

 


Güll Friedrich

MohnMohn  Helga Eich
MohnMohn Helga Eich
10 indianische Gebote
 
Seid nahe dem Geist.
 
Habt Achtung voreinander.
 
Helft einander.
 
Seid aufrichtig.
 
Tut, was Recht ist.
 
Bewahrt Euch gesund und
stark an Körper und Seele.
 
Habt Ehrfurcht vor der Erde
und allem Leben.
 
Wisset, wie ihr Euch selbst versorgt und seid nicht angewiesen auf andere.
 
Tut Euren Teil zum Wohle aller.
 
Kümmert Euch um das Wohl aller, arbeitet zusammen.
 
 
(John Woodenlegs, Northern Cheyenne)
Geistesblitz?
Es ist viel zu heiß!
In mir und an mir
und um mich herum.
Meine Gedanken tanzen
wie kleine Teufel.
Geistesblitz!
Helga Eich
Ich trage Dein Herz in mir  Helga Eich
Ich trage Dein Herz in mir Helga Eich
Ich trage Dein Herz

Ich trage Dein Herz in mir -
ich trage es in meinem Herzen.
Nie bin ich ohne es.
Wohin ich auch gehe, gehst Du - meine Liebe.
Und was ich auch nur alleine gemacht habe,
ist Dein Werk, mein Schatz.
Ich fürchte kein Schicksal,
weil Du mein Schicksal bist, mein Liebling.
Ich will keine Welt,
weil Du meine Welt bist, mein Liebster.
Du bist, was der Mond auch immer bedeutet
und was eine Sonne singen kann, bist Du.
Hier ist das tiefste Geheimnis, um das keiner weiß.
Hier ist die Wurzel der Wurzel.
Und die Knospe der Knospe.
Und der Himmel des Himmels,
eines Baums namens Leben.
Der höher wächst
als unsere Seele hoffen,
unser Geist verstehen kann.
Das ist das Wunder,
das den Himmel zusammen hält.
 
Ich trage Dein Herz.
Ich trage es in meinem Herzen.

Edward Estlin Cummings
Idee dieser Präsentation Helga Eich
Mein erstes Selbstporträt Petra Kleibömer

(Idee dieser Präsentation: Helga Eich)

Solange frau bewundern 
 und lieben kann, ist frau immer jung!

Pablo Casals (1876 - 1973)
Sommerherz  Helga Eich
Sommerherz Helga Eich
Ich trage dein Herz in mir.
Ich trage es in meinem Herzen.
(Edward Estlin Cummings)
Die magische Bank
oder
… ein Tag ist ein Tag ist ein Tag
 
Ein Tag -
86 400 Sekunden.
Jeden Tag aufs Neue:
86 400 Sekunden.
Ich lebe sie.
86 400 Sekunden.
 
Jeden Tag -
Ich entscheide,
wie ich lebe:
86 400 Sekunden.
Jeden Tag aufs Neue:
86 400 Sekunden.
 
 
Und noch ein Tag –
86 400 Sekunden -
Ich kann sie nicht sparen –
Sie sind
ein Geschenk:
86 400 Sekunden
von einer magischen Bank.

Ich lebe sie – 

Wie ich es will!
86 400 Sekunden.
Jeden Tag aufs Neue:
86 400 Sekunden.
 
    Petra Kleibömer, März 2009
Frühlingsleuchten  Helga Eich
Frühlingsleuchten Helga Eich
Frühlingsleuchten.
Die Farbe des Frühlings ist gelb.
Gelb ist die Farbe des Frühlings. Frühlingsleuchten.
Helga Eich  im März 2009
Eine zarte Pflanze
wagt sich
neugierig
der Sonne entgegen
durch den Schnee,
der langsam schmilzt.
Die Natur erwacht -
Frühlingserwachen.

Petra Kleibömer im Februar 2009